Montag, 3. November 2008

Existenz

Kühles Metall fährt durch meine Haut,
und der rote Fluss zieht seine Bahnen.
Er seine eigene Wege baut,
man kann es nur erahnen.

Meine Existenz wird mir bewusst,
die Seele schreit, will fliehen
ersticket doch in Frust-
das Leben nur geliehen.

Keiner nimmt es wahr,
doch bietet es sich dar:
und das Elend nimmt weiter seinen Lauf.

Samstag, 23. August 2008

Der leichte Weg

Ich reiste auf einer Landstraße und zog einen kleinen Wagen hinter mir her. Auf diesem Wagen hatte ich nur die Dinge, die man für eine Reise brauchte: etwas zu Essen, eine Decke für die kalten Nächte und, was viele verwundern wird, einen großen Stein. Ich hatte speziell den Sommer für die Reise gewählt, da man im Freien schlafen konnte. Zu meinem Pech jedoch regnete es die meiste Zeit und der Weg war schlammig, so dass es schwer fiel den Wagen zu ziehen- die Räder blieben oft stecken und ich musste sehr oft ziehen, was dazu führt, dass ich nur langsam voran kam. Ich beschloss also, den Stein zurückzulassen. Auf einmal ging die Reise schneller voran und ich konnte mein Ziel schnell erreichen. Ich kam zu dem Haus mit den Apfelbäumen, die ich so lange schon besuchen wollte. Die Äpfel sollten herrlich schmecken, da sie, den Erzählungen nach, sehr saftig waren. Ich stellte also den Karren ab und lief zu den Bäumen um mir einen Apfel zu nehmen. Zu meinem Bedauern merkte ich, dass die Bäume ziemlich hoch gewachsen waren und ich dadurch nicht an die Äpfel herankommen konnte. Also suchte ich auf dem Boden nach Fallobst, um es mir leichter zu machen. Ich hebte also einen Apfel vom Boden auf. Diesen ließ ich jedoch wieder schnell fallen- er war ganz weich und verdorben. Ich suchte lange nach einem essbaren Apfel, aber alle waren verdorben. Resigniert setzte ich mich hin und war enttäuscht, dass ich so eine lange Reise auf mich genommen hatte, ohne auch nur einen Apfel zu probieren. Plötzlich fiel mir der Stein, den ich zurückgelassen hatte, wieder ein. Er wäre groß genug gewesen, um mich auf ihn zu stellen und die Äpfel von den Bäumen zu ernten.

Ich ärgerte mich. Vielleicht hätte die Reise ein wenig länger gedauert mit dem Stein als Ballast, aber ich hätte nun das erreicht, wofür ich hergekommen war. Nun war es umsonst gewesen. Betrübt und enttäuscht, nahm ich meinen Karren und machte mich auf den Weg zurück- ich verspürte keinerlei Motivation und meine Kräfte ließen auch langsam nach. Meine Wut und Trauer wurde immer größer. Sie zerfraß mich fast innerlich. Ich spürte wie meine Beine langsam nachgaben und ich musste den Karren zurücklassen, da ich es sonst niemals geschafft hätte, weiter zu gehen. Nun hatte ich auch nichts mehr zu essen und auch keine Decke, die mich wärmte. Doch es war mir egal. Ich hatte nicht, dass bekommen, wofür ich die ganzen Strapazen auf mich genommen hatte und dadurch schwand mir der Lebensmut. Da begann es wieder heftig zu regnen. Meine Füße blieben im schlammigen Boden stecken und ich konnte sie kaum noch herausziehen. Plötzlich stolperte ich und fiel mit meinem Gesicht in den Schlamm. Ich wollte mich aufraffen, doch mein Körper gab auf…

Ich erstickte im Schlamm.

Wisst ihr über was ich gestolpert war? Es war der große Stein…

Mittwoch, 20. August 2008

Der kleine Held

Vergessen bin ich, in einer kalten Welt,

und wäre doch so gerne ein Held.


Versuche es allen Recht zu machen,

darüber können einige bloß lachen.


Die Welt ist nicht geschaffen, für jemanden, der an andere denkt,

nur für jenen der vollkommen an seinem Leben hängt.

Donnerstag, 24. Juli 2008

Just like that

Your memories are treasured in my heart and my mind,

Could I ever forget you?


Can you hold my hand in my darkest hour?

No, coz you’re the reason for it.


When will I see you again?

One day I will, I’m sure...maybe even tomorrow.


What’s the first thing I would ask you?

Why did you do that, why did you leave the person who loved you the most...

Mittwoch, 23. Juli 2008

Es braucht immer einen Mutigen, der die Wahrheit ausspricht…

…ich halte nichts von der Bild-Zeitung aber der Spruch bringt es einfach auf den Punkt.

Ständig dieses drum rum Gerede ohne letztendlich etwas auszusagen- oder besser: man hüllt sich von vornherein in vornehmer Zurückhaltung. Wieso kann man nicht direkt sagen woran derjenige ist und was man von ihm hält? Dabei würde man sich selber was Gutes tun, da man endlich loswerden kann was in einem vorgeht und man Dinge und Eigenschaften diskutieren kann, die dann gegebenenfalls geändert werden können. Diese Chance zur Veränderung bekommt man aber auch nicht, wenn man einem nicht sagt was stört! Man könnte auch so leicht Missverständnisse aus der Welt räumen, wenn man den Mund mal aufmachen würde und sagen würde was Sache ist. Der Mensch spricht so viele Wörter am Tage, wobei die meisten nur Lügen oder Schmeicheleien sind. Natürlich hört jeder gerne Komplimente und das Leben ist dadurch vielleicht angenehmer, aber man baut es nur auf Lügen auf.

Wenn jemand mal Kritik äußert kann es durchaus verletzen, aber auf lange Sicht kann es nur hilfreich sein zu wissen, wie andere über einen denken. Würden alle sagen was sie denken, würde vieles viel leichter funktionieren. Außerdem sollte man bedenken, dass man nie wissen kann, wann das Leben vorbei ist und man vielleicht nie mehr die Chance dann noch hat, zu sagen, was man einem schon immer sagen wollte. Deswegen nutzt die Chance sofort! Rückschläge wird es immer geben, aber durch diese Wagnis, gewinnt man auf lange Sicht mehr.

Freitag, 11. Juli 2008

Was ist Liebe?

Hierfür zitiere ich heute mal ein Shakespear Sonnet (Sonnet 130). Das ist also nicht auf meinen Mist gewachsen^^ Drückt aber das aus was ich auch denke, nämlich, dass Liebe aus dem Inneren kommt und nichts oberflächliches ist, was man sieht.

So und da ist es:

"My mistress' eyes are nothing like the sun;
Coral is far more red than her lips' red;
If snow be white, why then her breasts are dun;
If hairs be wires, black wires grow on her head.

I have seen roses damasked, red and white,
But no such roses see I in her cheeks;
And in some perfumes is there more delight
Than in the breath that from my mistress reeks.

I love to hear her speak, yet well I know
That music hath a far more pleasing sound;
I grant I never saw a goddess go;

My mistress when she walks treads on the ground.
And yet, by heaven, I think my love as rare
As any she belied with false compare."


So und hier für die nicht-englisch Sprachigen unter uns^^:


"Die Augen meiner Dame sind nicht wie die Sonne
Koralle ist viel röter, als ihre Lippen sind
Wenn Schnee weiß ist, so sind ihre Brüste staubfarben
Wenn Haar aus goldnen Fäden ist, so hat sie schwarzen Draht auf dem Kopf
Ich sah Rosen, wie aus rotem und weißem Damast
Doch solche Rosen seh ich nicht in ihren Wangen

In manchen Düften liegt mehr Freude
Als in dem Atem, der meiner Dame entsteigt
Ich liebe es, sie sprechen zu hören, und doch weiß ich gut
Dass Musik viel schön´re Klänge birgt

Ich gebe zu, ich sah nie eine Göttin gehen
Wenn MEINE Dame läuft, so berühren ihre Schritte den Boden
Und doch, beim Himmel, denk ich meine Dame als so wertvoll
Als jedem, der mit falschen Vergleichen sie belügt."

Dienstag, 24. Juni 2008

Der Sinn des Lebens

Der Sinn des Lebens- die wohl am meisten diskutierteste und älteste Thematik, die es gibt. Schon die alten Griechen philosophierten darüber und kamen kaum zu einem Ergebnis.

Wahrscheinlich werden wir nie dahinterkommen, wir können nur für uns selbst einen Standpunkt festmachen und da es mein Blog ist werde ich natürlich meine Meinung hier kundtun^^, ihr könnt sie natürlich kommentieren...ich lasse mich ja gerne auf eine angeregte Diskussion ein^^.


Der Sinn des Lebens liegt für mich darin, dass man einer weiteren Generation Menschen und auch allen anderen Lebewesen ein weiteres Leben ermöglicht. Man produziert und lebt nur für das Ziel, weiteres Leben so gut wie möglich zu erhalten.

Womit der Sinn des Lebens einen sinnlosen Charakter bekommt, da man letztendlich nicht wirklich was ändert, sondern nur den Kreislauf erhält.


Ich stehe damit nicht alleine da. Vielleicht erscheint es nun für den einen grausam und sehr pessimistisch, aber so ist es eigentlich nicht gemeint. Ich stelle nur fest, ich werte nicht.


Vielleicht hat der ein oder andere auch den Monty Python's Film „Der Sinn des Lebens“ gesehen, der dies zusammenfassend auf eine humorvolle Art genau aussagt. Ziemlich sinnfrei, zeigt er verschiedene Etappen unseres Lebens ohne letztendlich eine Antwort auf die Frage des Lebens zu geben.


Allgemein ist zu sagen, dass niemand und keine Lehre uns spezifisch vorgibt, wie wir zu leben haben. Es dienen uns als Maßstäbe lediglich ethische Wertevorstellungen, aber ein bestimmtes Ziel ist nicht vorgegeben.


Und nun haut in die Tasten^^