Dienstag, 20. Mai 2008

Die Fahrt zum Ziel

Ich fahre auf der Straße- immer DAS ZIEL vor Augen. Meistens fahre ich rasant ohne Rücksicht auf Verluste, lasse alles an mir vorbeiziehen um dem Ziel näher zu kommen.

Abkürzungen? Das sind meist die schlecht ausgeschilderten Wege oder die schlecht ausgebauten. Manche von ihnen hören auch abrupt auf. Wahrscheinlich denke ich auch nur es sind Abkürzungen. Dabei muss ich genau diesen einen Weg fahren, auch wenn es manchmal bergauf geht- einfach mehr Gas geben.

Vor, neben und hinter mir fahren andere mit. Ich schaue manchmal zurück und zu den anderen nach vorne, was neben mir geschieht, geht eigentlich an mir vorbei. Ich bemerke nur wenn andere stehen bleiben. Ist der Weg für sie vorbei oder hat der Motor nicht mehr mitgemacht?

Auch ich bleibe manchmal stehen, aber nur an Kreuzungen. Ich hätte jetzt mehrere Möglichkeiten: soll ich vielleicht eine Abkürzung nehmen? Eine ganz andere Richtung einschlagen oder geradeaus weiter? Ich bleibe auf meiner sicheren gut ausgebauten Straße. Intuitiv? Und ist es wirklich die beste Wahl? Man wird sehen wer das Ziel sauber erreicht. Manche werden auf der Strecke bleiben, auch die, die man gerne hinter sich gehabt hat und die einen die Reise vielleicht angenehmer gemacht haben… Das Ziel ist jedenfalls niemals weg. Irgendwo kommt man immer an, vielleicht auch gar nicht da wo man es erwartet hat, aber wer sagt schon, dass dieses Ziel schlechter ist? Der Sprit ist auch beim schnellsten Fahrzeug irgendwann alle und dann weiß man: das ist mein Ziel. Wer hätte das gedacht…

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